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06.05.2026

Bekenntnis zur Demokratie

Evangelische Kirchen in Niedersachsen werben für Respekt

Pressestelle

Hannover (epd). Die leitenden Theologinnen und Theologen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen haben eine gemeinsame Erklärung für Demokratie und Menschenwürde veröffentlicht. Das Papier sei ein Bekenntnis zu den Grundwerten der Demokratie und solle zugleich ihre Gefährdungen benennen, teilte die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen in Hannover mit. Explizit warnt die Erklärung vor „antidemokratischen Tendenzen“ und benennt dabei auch ausdrücklich die AfD.

Führende Vertreterinnen und Vertreter der Partei äußerten sich verfassungsfeindlich und rechtsextremistisch, heißt es in der Erklärung. „Nach unserer Überzeugung ist die AfD für Christinnen und Christen nicht wählbar“, schreiben die Unterzeichnenden. Die Bischöfe Thomas Adomeit (Oldenburg), Ralf Meister (Hannover), Oliver Schuegraf (Bückeburg), Bischöfin Christina-Maria Bammel (Braunschweig) sowie Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden (Leer) und Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus (Bremen) betonen, die freiheitlich-liberale Demokratie sei als Form politischen Zusammenlebens unübertroffen. Sie habe über Generationen Frieden und Vielfalt in Deutschland ermöglicht. „Mit Sorge beobachten wir, wie Wut, Ausgrenzung und Verachtung den gesellschaftlichen Zusammenhalt untergraben.“

Ausdrücklich wird die demokratische Mitverantwortung aller Bürgerinnen und Bürger hervorgehoben. Die Kirchen wollten Begegnungen fördern und für einen respektvollen Umgang eintreten - „auch mit denen, die anders denken, sprechen oder leben“. Ihre Vertreter betonen: „Unsere Perspektive ist eine menschenfreundliche Gemeinschaft, in der alle nach demokratischen Regeln zum Gelingen des Ganzen beitragen.“

Die Erklärung trägt den Titel "Menschenwürde - Nächstenliebe - Zusammenhalt. In Fortsetzung der ökumenischen Demokratie-Kampagne der christlichen Kirchen in Niedersachsen zur Bundestagswahl 2025 wollen diese auch bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen (2026) und Bremen (2027) ein Zeichen für Menschenwürde, Nächstenliebe und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen, wie sie betonen.

Erklärung im Wortlaut

Bekenntnis zur Demokratie.
Bekenntnis zur Demokratie.
Foto: Evangelische Kirche